Gedicht


Gedicht

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Ge|dicht [gə'dɪçt], das; -[e]s, -e:
sprachliches Kunstwerk in Versen, Reimen oder in einem besonderen Rhythmus:
Gedichte schreiben; sie liest gern Gedichte; ein Gedicht auswendig lernen, vortragen; der Dichter veröffentlichte einen Band Gedichte.
Syn.: Verse <Plural>.
Zus.: Heldengedicht, Liebesgedicht, Spottgedicht.

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Ge|dịcht 〈n. 11
1. durch Metrum u./od. Reim gegliederte Dichtung
2. 〈umg.〉 etwas bes. Schönes, etwas bes. Gutes
● ein Band \Gedichte; ein \Gedicht aufsagen, lernen, vortragen; das Kleid, der Kuchen ist ein \Gedicht! 〈umg.〉; dramatisches, episches, lyrisches \Gedicht; \Gedicht in Reimen, in acht Strophen; ein \Gedicht von Eichendorff

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Ge|dịcht , das; -[e]s, -e [mhd. getiht(e), zu 2dichten]:
[lyrische] Dichtung in einer bestimmten [metrischen] Form mit besonderem Rhythmus [u. Reim]:
ein lyrisches, episches, dramatisches G.;
ein G. [auswendig] lernen, aufsagen, verfassen, vorlesen;
R [und] noch ein G.! (salopp scherzh.; noch etw. von derselben Sorte!; zurückgehend auf den dt. Komiker Heinz Erhardt, 1909–1979, der seine heiteren Verse oft mit diesen Worten ankündigte);
ein G. sein (emotional; ganz herrlich sein; außergewöhnlich gut, schön sein).

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Gedicht,
 
Dichtung in gebundener Rede, z. B. »Lehrgedicht« (»Das Narrenschiff« von S. Brant, gedruckt 1494) oder »dramatisches Gedicht« (z. B. G. E. Lessings »Nathan der Weise«, 1779, und G. Byrons »Manfred«, 1817, deutsch); heute ungenau gebraucht für meist kürzere, von Prosa unterschiedene Formen. (Lyrik)
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Roman und kleine Gedichte: Literarische Formen des Hellenismus
 

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Ge|dịcht, das; -[e]s, -e [mhd. getiht(e), zu 2dichten]: [lyrische] Dichtung in einer bestimmten [metrischen] Form mit besonderem Rhythmus [u. Reim]: ein lyrisches, episches, dramatisches G.; ein G. [auswendig] lernen, aufsagen, verfassen, vorlesen; - schreiben; R [und] noch ein G.! (salopp scherzh.; noch etw. von derselben Sorte!; zurückgehend auf den dt. Komiker Heinz Erhardt, 1909-1979, der seine heiteren Verse oft mit diesen Worten ankündigte u. eine Auswahl der Gedichte unter dem Titel „Noch 'n Gedicht“ veröffentlichte); *ein G. sein (emotional; ganz herrlich sein; außergewöhnlich gut, schön sein): versuchen Sie einmal Palatschinken mit Schokolade, das ist ein G. (Caravan 1, 1980, 23); Ihre Rede, Herr Landrat, die war ein G. (Bieler, Bär 430).

Universal-Lexikon. 2012.

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